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Condition Monitoring

Getrieben vom vorherrschenden Kostendruck sind moderne Produktionsprozesse sehr h├Ąufig zeitlich eng getaktet und vielfach miteinander verzahnt. Aus diesem Grund kann ein Ausfall, Stillstand oder eine Fehlfunktion von nur einer einzelnen Maschine oder einem Anlagenteil mitunter gro├če Sch├Ąden, Folgesch├Ąden und somit auch Kosten verursachen. Daher sind die Verantwortlichen immer bestrebt, dem entgegen zu wirken; heute ├╝blicherweise mit pr├Ąventiven Wartungsma├čnahmen. Diese sind zwar gut zu planen, allerdings orientieren sie sich oft nicht an der tats├Ąchlichen Situation der Anlagen und sind somit summa summarum relativ teuer im Vergleich zu zustandsorientierten Methoden.

Aufgrund der rasanten Entwicklung im Sensorbereich, der Vernetzung von Maschinen und Anlagen sowie der einfacheren Zug├Ąnglichkeit der Feldebene und Leittechnik durch die technische IT, stehen heute gro├če Datenmengen zur Verf├╝gung, die ÔÇô geschickt ausgewertet ÔÇô ein gutes Abbild des tats├Ąchlichen Zustands der Anlagen darstellen.

condition monitoring

Condition Monitoring Systeme sind als propriet├Ąre Anwendungen schon in vielen modernen technischen Anlagen verbaut. Sie ├╝berwachen die unterschiedlichen Parameter und reagieren mit St├Âr- und Warnmeldungen auf Grenzwert├╝berschreitungen. Diese werden zwar visualisiert oder an Verantwortliche weitergeleitet, h├Ąufig fehlt jedoch die Integration in die weiteren Prozesse der Instandhaltung. Dar├╝ber hinaus bestehen gr├Â├čere Anlagen aus Komponenten vieler Hersteller, die in Bezug auf das Condition Monitoring nicht kompatibel sind. Notwendigerweise m├╝ssen aber die Systeme ├╝ber Herstellergrenzen hinweg miteinander kommunizieren, da gerade bei St├Ârf├Ąllen die Abh├Ąngigkeiten untereinander ber├╝cksichtigt werden m├╝ssen. Diese Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der Konzepte der „Industrie 4.0“.
Da eine zufriedenstellende Kompatibilit├Ąt kurz- und mittelfristig nicht erreicht werden kann, muss auf ein ├╝bergeordnetes System mit den entsprechenden Kommunikationsschnittstellen auf Feld- oder Datenhaltungsebene in Form einer neutralen Plattform zur├╝ckgegriffen werden.

Hier kommen die innovativen L├Âsungen der WiriTec zum Tragen. Das WiriTec Condition Monitoring nimmt die Daten der unterschiedlichen Anlagen, Maschinen und selbstverst├Ąndlich der schon vorhandenen Condition Monitoring-Systeme zeitnah auf und erg├Ąnzt sie durch weitere Informationen ├╝ber Energie- und Ressourcenverbrauch.

  Die speziell angepasste Datenbankstrukturen und verteile Systeme sorgen daf├╝r, dass die notwendige Performance zur Verf├╝gung steht, um den zeitkritischen Prozessen gerecht zu werden. Weiterhin sind in WiriTec f├╝r alle angeschlossenen Ger├Ąte, Maschinen und Anlagen die relevanten Stammdaten hinterlegt, die f├╝r die weiteren Prozesse notwendig sind. Je nach Prozess kann es sich bei diesen Stammdaten zum Beispiel um Information zu Wartungsvertr├Ągen, Service Level Agreements, Kosten- und Gew├Ąhrleistungsinformationen, Betriebsanweisungen oder sonstige wichtige Dokumente handeln.

Einer der Hauptprozesse, f├╝r den WiriTec CM (Condition Monitoring) die zentrale IT-Plattform bildet, ist ein integriertes, eventgesteuertes Instandhaltungssystem. Unter dieser Form der Instandhaltung versteht man das sofortige Ausl├Âsen notwendiger Ma├čnahmen aufgrund von automatisch einlaufenden Warnungen und St├Ârungen der jeweiligen Anlagen. Im einfachsten Fall handelt es sich hierbei um Benachrichtigungen mit Informationen ├╝ber die St├Ârung, die an die verantwortlichen Personen oder Firmen gesendet werden. Allerdings ist die Interpretation von Warnungen oder St├Ârungen h├Ąufig wesentlich komplexer, da verschiedene Warnungen sich bedingen oder aufeinander aufbauen; auch hierbei kann ein modernes IT System helfen. Idealerweise sollte die Wartungs-Prozesskette in dem System durchg├Ąngig dargestellt werden. Das bedeutet, dass die einlaufenden St├Ârungen nicht einfach weitergesendet werden, sondern dass Wartungsma├čnahmen, Arbeitsauftr├Ąge sowie mitunter ben├Âtigte Pr├╝fungen automatisch generiert und den zugeordneten Stellen zur Ausf├╝hrung zugewiesen werden.

Wiederkehrende Grenzwertverletzungen und Abweichungen von eingestellten Profilkurven k├Ânnen auf Anlagenverschlei├č und somit f├Ąllige Wartungsarbeiten hindeuten. Ein intelligenter Algorithmus pr├╝ft fr├╝here Grenzwertverletzungen sowie die bisher ergriffenen Ma├čnahmen und erstellt daraus die Wartungsvorgaben und Arbeitspl├Ąne. Da eine rein eventgesteuerte Wartung in der Praxis noch nicht gelebt wird, erfolgt immer eine Koordinierung mit den geplanten, zyklischen Ma├čnahmen. Letztendlich ist es jedoch wichtig, die verschiedenen Ma├čnahmen mit einer intelligenten Disposition und den jeweiligen Produktionspl├Ąnen zu koordinieren.

Aus den erhobenen Meldungs-, ├ťberwachungs- und Verbrauchsdaten der Feldebene lassen sich wichtige Informationen ├╝ber den Zustand und die Alterung von Maschinen und deren Komponenten gewinnen. Das Modul WiriTec CM wertet diese unterschiedlichen Daten aus und l├Ąsst sie direkt in das
Lifecycle-Managementsystem einflie├čen. Insbesondere f├╝r mittelfristige und langfristige Investitionsentscheidungen ist das Lifecycle-Management von ausschlaggebender Bedeutung.
Durch die entsprechende Aufbereitung und Analyse geben die erhobenen Daten objektive Kenntnis hinsichtlich des Zustandes der betrachteten Maschinen und Anlagen. Nur wenn objektive Informationen ├╝ber den tats├Ąchlichen Zustand einer Anlage vorliegen, kann eine fundierte Entscheidung bez├╝glich Instandsetzung oder Austausch ├╝berhaupt getroffen werden. Auf diese Weise kann viel Geld gespart und gleichzeitig die Betriebssicherheit erh├Âht werden.

Hier schlie├čt sich der Kreis, denn ein IT-gest├╝tztes Monitoring der instandgesetzten oder ausgetauschten Komponenten liefert Daten ├╝ber die Nachhaltigkeit der Ma├čnahmen und Investitionen.